
Thomas Notter
Gartenbonsai wachsen nicht von selbst in die ihre schöne Form
Seit man überall Gartenbonsai angeboten bekommt, ist auch ein neues Problem aufgetaucht. Genauso wie die klassischen Bonsai, wachsen die viel grösseren Gartenbonsai nicht von selbst in ihre schöne Form. Erst jahrzehntelange Gestaltungsarbeit führt zu den uns bekannten, schönen Formen. Ist dieser erste Arbeitsschritt beendet, heisst das nicht, dass der Baum auch in dieser Form bleibt. Die wichtige Formerhaltungstechnik ist nun entscheidend, dass der kostbare Baum auch in Form bleibt. Hier liegt auch das Problem! Gartenbonsai wurden bei uns nie produziert und es gibt auch keine entsprechende Ausbildung, keine Erfahrung und schon gar keine Berufsgattung. Wir haben uns die Techniken in jahrzehntelangen Experimenten und im Erfahrungsaustausch mit japanischen Produktionsbetrieben angeeignet. Unser Sohn Thomas hatte dank unseren Beziehungen und unserer Anerkennung in Japan die einzigartige Möglichkeit, direkt mit den Meistern zusammenzuarbeiten. Seine Zusatzausbildung konnte er sogar im wohl grössten und schönsten Privatgarten Japans absolvieren. Der weltberühmte Takasago-an Garten von Daizo Iwasaki ist nur dank den besten Bonsai- und Gartenmeistern Japans immer in Topform. Direkt mit diesen Meistern zusammenzuarbeiten war eine einmalige Gelegenheit. Von dem Erlernten und den Erfahrungen von Thomas profitieren heute viele Kunden in ganz Europa. Natürlich bieten wir für alle von uns gestalteten Japangärten auch den nötigen Service an. Aber immer öfters kontaktieren uns besorgte Gartenbonsaibesitzer, die verzweifelt feststellen, dass der ehemals sehr schöne und wertvolle Baum immer mehr aus der Form wächst und auch schon ganze Astpartien absterben lässt. Viele Baumschulen und Landschaftsgärtner verkaufen heute Gartenbonsai, ohne aber den wichtigen Formerhaltungsservice anbieten zu können. Selbst in grossen Baumschulen stellen wir fest, dass die angebotenen Gartenbonsai, die nicht in der ersten Saison verkauft werden, zu dicht und krank werden. Dies ganz einfach, weil niemand die zum Teil schwierige Technik kennt. Bei uns ist man sich gewohnt, Formgehölze wie Gartenhecken einfach mit der Heckenschere in Form zu schneiden. Für einen Gartenbonsai, im Speziellen für alle Kiefernsorten ist diese Technik aber verheerend und oft ist es dann selbst für uns schwierig, einen so geschändeten Baum wieder in die schöne, harmonische Form zu bringen. Inzwischen bekamen wir aus diesen Gründen viele Aufträge von immer mehr Kunden, die irgendwo einmal einen Gartenbonsai kauften. Sie melden sich bei uns, um den Bonsai zu retten. Es brauchte also eine entsprechende Servicefirma.
Diese neue Firma unseres Sohnes Thomas «nottergardens GmbH» ist bereits ein Jahr erfolgreich tätig und konnte auch schon dutzende von Gartenbonsai retten und wieder in ihre ursprüngliche Form bringen. Wichtig ist auch, dass bei der Schneidetechnik die Neutriebe und sogar die Knospen, in weiter Voraussicht für die künftige Form, richtig behandelt werden.
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In Japan, im berühmten Garten von Daizo Iwasaki, durfte Thomas zum Üben auch an wertvollen Solitärbonsais arbeiten.
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Nach einigen Stunden zeigt sich der Bonsai wieder in seiner vollen Schönheit. Diese Technik kann Thomas später auch auf die grossen Gartenbonsai übertragen.
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In unserem Lager in Boswil kann Thomas seine in Japan gelernten Techniken erfolgreich anwenden. Diese Kiefer ist bereits zu dicht und muss massiv ausgelichtet werden.
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Dieses Beispiel zeigt sehr schön den Unterschied. Unten sieht man noch die bereits aus der Form wachsenden, sehr dichten Äste. Oben: Nur durch geschicktes Auslichten und Selektionieren der Knospen wird diese Kiefer auch in Zukunft schön und harmonisch bleiben.
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Eine berühmte Kiefer in Japan.
Unten: Vor dem Schnitt!
Oben: Nach dem Schnitt!
Diese Kiefer benötigt jährlich mindestens eine Woche Arbeit, alleine für den Formerhaltungsschnitt.
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Eine völlig vernachlässigte Kiefer in einer Baumschule in der Schweiz. Der Händler hatte diese Pflanze zwei Jahre nicht mehr behandelt. Es ist nun gerade noch möglich, durch einen massiven Eingriff, den Baum und seine Form zu retten.
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Auch diese Kiefer gehört zu einer ganzen Serie von Gartenbonsai, die in einer Baumschule vernachlässigt wurden. Die viel zu dichten Nadeln führen nicht nur zum Verlust der schönen Form, sondern gefährden auch die Gesundheit der Pflanze. Wird hier nicht massiv eingegriffen, machen sich Pilze und Schädlinge breit und der Baum würde sogar ganze Äste verlieren.
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Der gleiche Baum nach dem dringend benötigten Rück- und Formschnitt durch Thomas. Deutlich kommt wieder die schöne, ursprüngliche Form zum Vorschein. Bereits nach dem nächsten Neuaustrieb im Frühling, wird sich diese Kiefer wieder von der schönsten Seite zeigen.






